Liechtenstein und die Eisenbahn

Am 31. August 2020 hat die Bevölkerung des Fürstentums Liechtenstein in einer Volksabstimmung mit deutlicher Mehrheit in allen Gemeinden die geplante S-Bahn (früher FL.A.CH) abgelehnt.

Pläne für eine Zugverbindung durch ganz Liechtenstein gab es schon in den 1850er Jahren.

Österreich hatte 1865 einen fertigen Staatsvertrag für die Einbindung Vorarlbergs an die Eisenbahnlinie Chur - Rorschach.
Und zwar mit einer Bahnverbindung von Feldkirch nach Rüthi.

Aber Liechtenstein wollte auf jeden Fall auch ans internationale Eisenbahnnetz angeschlossen werden. Und zwar am liebsten quer durch das ganze Fürstentum.

Halbherzige Lösung - man einigte sich auf einen Kompromiss mit einer teilweisen Erschließung Liechtensteins durch die Bahn, zugleich auch eingleisige Verbindung von Österreich mit der Schweiz.

Die Streckenführung war aber für Liechtenstein unbefriedigend. Mit Schaan ist nur eine einzige grössere Ortschaft erschlossen. Es gab eine Reihe von erfolglosen Versuchen, Vaduz, Triesen und Balzers ans Schienennetz anzuschließen:

  • 1881-84 während des Baus der Arlbergbahn.
  • 1903-1907 und 1926 wollte man die Rhätische Bahn von Landquart nach Schaan verlängern. Aber auch diese Schmalspurbahn kam nicht zustande.

Quelle (u.a.): https://historisches-lexikon.li/Eisenbahn#:~:text=Diese%20Bahnlinie%20(L%C3%A4nge%3A%2017%2C992%20km,k.%20k.%20privilegierten%20Vorarlberger%20Bahn%20er%C3%B6ffnet.&text=Als%20Stationen%20gab%20es%20in,Schaan(%2DVaduz)%20und%20Nendeln.

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